Es berichtete: Eschweiler Nachrichten vom 12.10.07

Deutsch-französische Erfolgsgeschichte

Berufskolleg und Lycée Lamarck feiern zehn Jahre Schulpartnerschaft.
Vielzahl von Projekten.


Feierstunde im französischen Albert: Französische und deutsche Lehrer auf der Treppe des Rathauses.

Eschweiler. Mit einer einjährigen Verspätung konnte das Berufskolleg Eschweiler das 10-jährige Bestehen der Schulpartnerschaft mit dem Lycée Lamarck in Albert feiern. 1996 kam erstmals eine Gruppe von französischen Energieanlagenelektronikern nach Eschweiler. Seitdem wurden zahlreiche deutsch-französische Projekte realisiert, unter anderem die gemeinsame Fertigstellung eines "Kaskadenbrunnens", die erfolgreiche Teilnahme am Preis der Robert-Bosch-Stiftung und ein trinationales Comenius-Projekt zu den Bereichen Enährung, Umwelt und Energie. Seit mehreren Jahren gehört ein einwöchiges Treffen mit Schülern und Lehrern der Partnerschule zum festen Bestandteil des Schulprogramms - in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der russischen Partnerschule aus Pskov.

Herr Yves Potard, Koordinator der französischen Partnerschule, hatte ein abwechslungsreiches Programm in Albert organisiert. Nach einem Kaffee im Büro des Schulleiters, Herrn André de St. Martin, wurde ein gemeinsam entworfenes Schild zum 10-jährigen Bestehen der Schulpartnerschaft in der Eingangshalle des Lycée Lamarck angebracht. Anschließend wurde eine Wollemi-Kiefer als

Symbol einer dauerhaften deutsch-französischen Freundschaft gepflanzt. Diese Baumart ist ein "lebendes Fossil", das erst 1994 in Australien entdeckt wurde. In freier Natur existieren nur noch weniger als 100 Bäume.

Auch der verstorbenen Kolleginnen und Kollegen Dr. Klaus Kümmel und Gabi Boussu, welche durch ihre Mitarbeit die Schulpartnerschaft wesentlich geprägt haben, wurde im Rahmen der Feierlichkeiten gedacht. Yves Potard und Evi Spennes fassten in einer gemeinsam erstellten Präsentation die zahlreichen gegenseitigen Besuche und Projekte zusammen, ehe es zum Mittagessen im Schulgebäude ging.

Der Nachmittag war einem Besuch der Erinnerungsstätten des Ersten Weltkrieges gewidmet, als Zeichen dafür, dass die jetzige Schulkooperation auch einen Teil der deutsch-französischen Arbeit für den Frieden ausmacht. Nach einem anschließenden Empfang beim Bürgermeister von Albert, bei dem das Berufskolleg eine Gedenkmedaille zum Bestehen der Schulpartnerschaft erhielt, endete der Abend mit einem geselligen Essen, an dem neben den fünf angereisten deutschen Kolleginnen und Kollegen auch zahlreiche Mitarbeiter an der Schulpartnerschaft mit ihren Partnern teilnahmen. Jetzt werden die nächsten 10 Jahre der Partnerschaft in Angriff genommen.