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Eschweiler. Am 31. Januar ist sein offiziell letzter Aarbeitstag: Reinhard Ernst, seit 1997 Leiter des Berufskollegs des Kreises an der August-Thyssen-Straße, geht in den Ruhestand, der nach eigenen Angaben aber vermutlich gar nicht so ruhig werden wird. "Ambivalent" sei ihm zumute, versichert er. "Der Druck ist weg, aber meine Kolleginnen und Kollegen werde ich schon vermissen."
Reinhard Ernst, Jahrgang 1942, wurde in Budapest geboren. Nach dem Besuch von Real- und Berufsfachschule startete er eine kaufmännische Lehre und wurde schließlich Gebirgsjäger bei der Bundeswehr. Leutnant Ernst übernehm zehn Jahre lang als Kommandant die Verantwortung für ein Reservebataillon.
Dem Diplom an der Fachhochschule legte der damals 29-Jährige anschließend gleich noch ein Universitätsstudium obendrauf. In Köln studierte er Wirtschaftswissenschaften, Germanistik und Wirtschaftsgeschichte. Erste Station als Referendar im Schuldienst war Mitte der Siebziger die Stadt Geilenkirchen. 1995 wurde er stellvertretender Schulleiter an den - wie sie damals noch hießen - "BBS", den Berufsbildenden Schulen des Kreises. 1997 schließlich übernahm Reinhard Ernst die Position als Schulleiter des heutigen Berufskollegs.
An die Zeit an der August-Thyssen-Straße wird der Ruheständler wohl noch lange denken. "Es waren schwierige Zeiten mit knappen Kassen, und räumlich platzten wir sprichwörtlich aus allen Nähten."
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Den Bau des Erweiterungsgebäudes sieht Reinhard Ernst als einen der wihtigsten Meilensteine der vergangenen Jahre: "Mit Untersützung vieler Kollegen und Föerderer haben wir es schließlich geschafft." Es gab aber nicht nur räumliche Erweiterungen: Neue Bildungsgänge und die Etablierung neuer Ausbildungsberufe im dualen System sieht der scheidende Schulleiter als ebenso wichtig an: "Die Fachkraft für Schutz und Sciherhiet oder der Kaufmann bzw. die Kauffrau für Dialogmarketing sind bei jungen Leuten sehr beliebte Ausbildungsziele."
Eine Reihe von Modernisierungen und Veränderungen habe er mit tatkräftiger Hilfe in den vergangenen Jahren verwirklichen können, was ihn natürlich ein wenig stolz macht: " Ich habe mich immer gerne als jemand verstanden, der Hindernisse aus dem Weg räumt und anderen "Freie Fahrt" ermöglicht."
Bleibt jetzt nach dem Schuldienst mehr Zeit fürs Private? "Vielleicht für das Reisen. Die USA und Kanada würde ich gerne mal mit meiner Frau ohne Zeitdruck bereisen." Da knüpft Reinhard Ernst nahtos an seine "abenteuerlichen" zeiten in den Sechzigern an. Schon damals zog es hn mit dem Motorrad kreuz und quer durch die Türkei und bis ins persische Teheran.
So ganz wird Reinhard Ernst dem Schuldienst übrigens nicht verloren gehen. Dafür sorgen schon seine guten Beziehungen zur Handwerkskammer, in deren Prüfungsausschüssen er auch weiterhin tätig sein wird.
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