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Mit insgesamt 24 Schülerinnen und Schülern aus drei unterschiedlichen Klassen und sechs Lehrerinnen und Lehrern fuhr das Berufskolleg Eschweiler im Mai für fünf Tage zur gemeinsamen Projektarbeit zum Lycée Lamarck nach Albert. Zusammen mit der französischen Schule und dem I.S.I.S. Leonardo da Vinci aus Colgogno Monzese bei Mailand führen die Eschweiler seit nunmehr zwei Jahren ein aus EU-Mitteln gefördertes Comenius-Schulprojekt durch. Damit möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an der Fahrt ermöglicht werden konnte, erhielt das Berufskolleg zudem noch eine finanzielle Unterstützung des Europäischen Bildungswerks "EB Stichting". Unter dem Titel "Wie sehen Umwelt und Ernährung der europäischen Bürger von morgen aus" führten die Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihres Unterrichts Projektarbeiten durch, die nunmehr in Frankreich vorgestellt und miteinander verglichen werden sollten.
Leider zwang der französische Streik im Öffentlichen Dienst die Teilnehmer zu organisatorischen Änderungen - Besuche im Unterricht konnten nur ansatzweise stattfinden, da ebenfalls die Schulen von den Streiks betroffen waren. Auch ein Besuch in Paris mit den französischen und italienischen Schülerinnen und Schülern wurde so zu einem Abenteuer. Eine dreistündige Metrofahrt mit 50 Teilnehmer/innen war nur ein Erlebnis von vielen. Neben der Projektarbeit hatten die Schüler und Lehrer Gelegenheit, die Region um Albert kennen zu lernen und beeindruckende Hintergründe zu den Schlachten an der Somme
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während des ersten Weltkriegs zu erfahren. Auch ein Empfang im Rathaus war vorgesehen, wobei die Vertreter der einzelnen Schulen kurz ihre Projekte vorstellten.
Den Höhepunkt der Fahrt bildeten die Präsentationen der Ergebnisse, die nicht nur aufgrund der dreisprachigen Übersetzungen sehr umfangreich waren. Im Bereich Ernährung hatten die Schüler Menüvorschläge ihrer Regionen zusammengestellt, die am Abschlussabend zum Teil in die Praxis umgesetzt wurden und anschließend von allen Projektbeteiligten genossen werden konnten. Im Bereich Energie wurden die Stromerzeugung und die damit verbundenen Kosten verglichen und im Bereich Umwelt stellte sich heraus, dass sowohl in Deutschland als auch in Italien die Mülltrennung schon sehr gut funktioniert - das System in Frankreich jedoch noch ausbaufähig ist.
Während des einwöchigen Aufenthaltes fand auch ein Treffen der beiden Schulleiter, André de Saint Martin und Reinhard Ernst, statt, die sich gemeinsam davon überzeugen konnten, dass die Zusammenarbeit von deutschen, italienischen und französischen Schülern und Lehrern nicht nur in der Theorie gut funktioniert. Die mit viel Arbeit aber auch viel Freude verbundene Woche zeigte wieder einmal, dass Europa im Kleinen anfängt und dass die Annäherung zwischen den Nationen nicht nur der Politik und den Politikern überlassen werden sollte.
Evi Spennes
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