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Eschweiler. Von 1984 bis 2002 war der Indestädter Peter Adrian Inhaber der "Multilog GmbH" einer der ersten EDV-Firmen des Kreises Aachen. Nach 18 Jahren musste der Unternehmer schließlich Insolvenz anmelden. Vor Schülern des Berufskollegs, die in der Abendschule die Fachhochschulreife anstreben, zeichnete er nun den jWeg "von der Unternehmensgründung bis zur Insolvenz" nach. "Unternehmer zu werden bedeutet immer, ein Risiko zu tragen", machte Peter Adrian seinen Zuhörern sofort deutlich. So liege die Gewinnspanne bei 100 Euro Umsatz in der EDV-Branche bei 2 bis 7 Euro. "Mein Unternehmen ist mit schwarzen Zahlen in die Insolvenz gegangen, weil einige große Kunden nicht mehr bezahlt haben", erinnert sich der ehemalige Firmeninhaber, der ursprünglich Lehrer am Gymnasium werden wollte. Da es damals jedoch "überhaupt keine Stellen für Lehrer gab", arbeitete er zunächst für VW und ein regionales Autohaus, bevor ihm sein Interesse für die EDV die Idee bescherte, sich selbstständig zu machen. "Die Branche steckte damals noch in den Kinderschuuhen. Und ich bin auch recht blauäugig an die Sache herangegangen. Learning by doing war angesagt. In der jetzigen wirschaftlichen Situation wäre dies nicht zu empfehlen", warnte Peter Adrian seine Zuhörer" Doch die "Multilog GmbH"
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entwickelte sich erfolgreich. Zunächst standen Peter Adrian lediglich zwei Praktikanten zur Seite, in den besten Jahren beschäftigte er bis zu 25 Angestellte. "Die Computer waren für ihre gute Qualität bekannt", bescheinigt Thomas Quilitz, Lehrer am Berufskolleg, das zu den Kunden Adrians gehörte. "Manche Unternehmen scheitern an der zu guten Qualität", gab dieser zu bedenken, "es ist immer ein Spagat zwischen Qualitätsanspruch und Rentabilität." Darüber hinaus werde am Markt zwischen dem Groß- und dem Einzelhandel mit ungleichen Mitteln gekämpft. "Die Großen haben Vorteile in Sachen Zentraleinkauf, Mischkalkulation, Personaleinsparungen sowie Zahlungsziel", sieht der Eschweiler, der inzwischen für eine Stolberger Firma im IT-Bereich tätig ist, ein Ungleichgewicht. Dennoch, so betonte Peter Adrian ausdrücklich, wolle er zukünftigen Unternehmern natürlich nicht den Mut nehmen. "Wer eine gute Idee hat, soll durchaus den Sprung wagen. Aber die Risiken sollten zuvor sehr genau abgewogen werden." Weiterhin seien Gespräche mit der IHK und anderen Unternehmern zu empfehlen, gab er den Abendschülern mit auf den Weg. Interessenten, die am Berufskolleg die Fachhochschulreife nachholen wollen, können sich unter Tel. 02403/60970 informieren.
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