In Begleitung von zwei Jugendoffizieren der Bundeswehr, Hauptmann Sebastian Hemmerde und Hauptmann Timo Lobbel, die die Leitung mitgestalteten, führte Dr. Karl Pütz, vom Berufskolleg in Eschweiler, in der letzten Woche jeweils 32 Schüler in die Simulation/Planspiel (Pol&IS) ein. Es handelt sich hier um ein viertägiges Seminar, welches eine Mischung aus interaktiver Simulation und Rollenspiel ist. Die Schüler werden aufgefordert, selbst internationale Wirtschaft, Politik und Sicherheit für ein zugewiesenes Land zu gestalten. Beide Schulklassen, aus der Höheren Berufsfachschule und vom einjährigen Berufsgrundschuljahr für Wirtschaft und Verwaltung, lernten im Ausbildungsstützpunkt in der Olympia-Kaserne in Winterberg, Hochsauerland. Frau Heidi Thouet, Fachlehrerin für Politik, führte die Schüler im Berufskolleg zuvor in die "Geheimnisse der internationalen Politik" ein und betreute sie als Weltpressesprecherin im Ausbildungsstützpunkt.
Alle Schüler wohnten in der Kaserne, wo unter anderem der mehrfache Welt- und Olympiasieger Georg Hackl sowie zurzeit René Spiess und Sandra Kiriasis trainieren. Innerhalb der Simulation nahmen die Schüler Rollen von Regierungschefs, Verteidigungs- und Wirtschaftsministern, Oppositionsführern verschiedener Weltregionen, Vertretern der Weltbank und der Weltpresse ein. In verschiedenen Sprachen durften die Konferenzen und Beratungen sowie Reden vor der UNO gehalten, Ziele formuliert, Strategien entwickelt, Verträge geschlossen und auf diese Weise globale Problemlösungen in internationalem Diskurs gefunden werden. Bei Erhalt von mindestens drei "Kulturpunkten" durch Verstöße gegen festgelegte Verhaltensregeln, wurden entweder ein landesüblicher Tanz oder die Zubereitung eines landesüblichen Essens gefordert - zur Freude aller Teilnehmer.
Eine hohe Motivation aller teilnehmenden Schüler für die politischen Fragen über den gesamten Spielverlauf kennzeichnete die Atmosphäre und ermöglichte es ihnen, Fähigkeiten unter anderem in den Bereichen Kommunikation und Präsentation zu trainieren. War auch das Schlafen in Hochbetten ungewohnt, das Essen bundeswehrentsprechend und der Weg in die Innenstadt lang, so hat es allen sehr gut gefallen und sie würden gerne wieder im nächsten Jahr die durch die Simulation gewonnenen Kenntnisse vertiefen.
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