Bericht der
Eschweiler Nachrichten, 26. Mai 2001
Super Mittwoch, 30. Mai 2001
Eschweiler Filmpost, 06. Juni 2001

Jugendschützer der Kripo mit Anti-Konfliktprogramm am Berufskolleg
Gewalttätern sofort die gelbe Karte zeigen

Kriminaloberkommissar Gustav Zysk vor den angehenden Energieelektronikern: "Suchen Sie bei drohender Gefahr Schutzinseln auf, zum Beispiele Geschäfte, Taxen und Busse."

Eschweiler. "Auch wer Schmiere steht, begeht schon eine Straftat", informiert Kriminaloberkommissar Gustav Zysk die angehenden Energieelektroniker und ihren Klassenlehrer Oberstudienrat Herbert Bremm.

Die Jugendschützer des Kriminalkommissariats Vorbeugung der Aachener Polizeit sind mit ihrem erfolgreichen Anti-Gewalt- und Konfliktprogramm bereits zum wiederholten Mal im Berufskolleg Eschweiler gewesen. Denn gerade Jugendliche und auch Heranwachsende begehen immer häufiger und oftmals gemeinschafliche Straftaten.
Durch beeindruckende Rollenspiele, Informationen, Ratschläge und Demonstrationen vermitteln die Polizisten sehr überzeugend verhaltensorientierte Regeln zu den Themen gefährliche Körperverletzung und Raub, verbotene Waffen und Gegenstände, unterlassene Hilfeleistung und Gewaltvermeidung.

Gerade junge Menschen sind vielfach auch Opfer von Gewalttaten. "Suchen Sie bei drohender Gefahr Schutzinseln auf; zum Beispiel Geschäfte, Taxen und Busse. Fordern Sie gezielt von in der Nähe befindlichen Personen Hilfe ein", rät der Kriminaloberkommissar. Auf jeden Fall sollten Gewalttäter angezeigt werden, denn schon dadurch gingen Gewalttaten langfristig nachweislich zurück.

Spielregeln einhalten

Kriminaloberkommissar Gustav Zysk und Schulleiter Reinhard Ernst sind sich einig, dass die Einhaltung von Spielregeln das Miteinander in einer Gesellschaft erst ermöglichen. Genau wie beim Fußballspiel müsse deshalb den Gewalttätern die gelbe beziehungsweise die rote Karte gezeigt werden.
Für gewalttätige Schüler des Berufskollegs in Eschweiler kann dies den sofortigen Schulverweis bedeuten.