
Es berichteten die Eschweiler Nachrichten
am 09. Dezember 2003
Richtkranz schwebt schon über Berufskolleg
Kreis Aachen ist mit Erweiterung in Eschweiler der Zeit voraus
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von Udo Kals |
Und so harmonisch wie die Verantwortlichen das bislang perfekte Zeit-Management lobten, gingen sie auch mit dem Projekt als solches um. Denn auch damit ist der Kreis der Zeit ein wenig voraus: Schließlich ist das Bauvorhaben an der August-Thyssen-Straße Neuland. Zum ersten Mal lässt der Kreis ein Gebäude im Rahmen eines europaweit ausgeschriebenen Privat-Investorenmodells errichten. Von der Kooperation - "Nesseler Grünzig Bau" und "Südleasing" liefern Planung, Bau und Finanzierung aus einer Hand, der Kreis hat die Oberbauleitung - ist Nessler angetan. "Das ist kein übliches Bauprojekt, und die Zusammenarbeit ist erste Klasse", lobte er das so genannte "Public Private Partnership". Von dieser öffentlich-privaten Partnerschaft profitieren auch Mittelständler in der Region. Das ist vertraglich festgelegt. Sechs Unternehmen aus dem Kreis und vier aus der näheren Umgebung waren bislang am Rohbau beschäftigt. In den nächsten Wochen werden noch weitere Ausschreibungen folgen. |

"Gute Rechnung" mit Investoren-Modell
Öffentliche Hand könnte nicht so schnell und preiswert bauen
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Eschweiler. Großprojekte können von den Kommunen auf Grund der dramatischen Haushaltslage kaum noch bezahlt werden. Als ein Zeichen für "unsere Städte und Gemeinden, wie man Zukunftsinvestitionen in der momentanen Lage umsetzen kann", wertet Landrat Carl Meulenbergh die "Public Private Partnership" im Fall des Eschweiler Berufskollegs. Bei diesem Leasingmodell, das am 13. Februar diesen Jahres vereinbart wurde, übergab der Kreis Aachen Planung, Bau und Finanzierung des Gebäudes an private Unternehmen ("Nesseler Grünzig Bau" sowie "Südleasing") und zahlt das Geld in Raten zurück. Für Kreis-Baudezernent Uwe Zink ist dies ein "optimales Finanzierungsmodell", das zahlreiche Vorteile bringe. Neben personeller Entlastung auch finanzielle Einsparungen. So seien die Baukosten mit 6,5 Millionen Euro um rund 15 Prozent niedriger als der erste Verwaltungsentwurf. Für den Kreis fällt laut Bauamtsleiter Hubert Philippengracht zunächst eine jährliche Leasingrate von 300.000 Euro an. |
Im Jahr 2033 geht das Gebäude mit einer Schlusszahlung, die mindestens zehn Prozent des Restwertes betragen muss, in den Besitz des Kreises über. Für die Laufzeit wurde ein Festzins von unter 4,5 Prozent vereinbart. Zink: " Bei diesem Angebot haben wir sofort zugeschlagen." Für den Dezernenten ist das Investorenmodell eine "gute Rechnung". |