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Eine Gruppe Kaufleute für Bürokommunikation erhielt die Möglichkeit, hinter die Filmkulissen zu blicken. Dazu organisierte Dr. Karl Pütz, zuständig für den Differenzierungskurs Medien, zusammen mit Florian Ambrosius, Assistenzcasting, von der Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft in Köln einen Tag bei der Richterin Barbara Salesch.
Nach der kostenlosen Anreise und einem Imbiss wurden den Auszubildenden die einzelnen Berufsgruppen beim Medium Fernsehen erklärt. Nach diversen Aufzeichnungen durften alle einmal Hand an die Kameras bzw. Regiepulte legen. Zudem hatte man die Möglichkeit, sich das deutsche Rechtssystem durch die Richterin Barbara Salesch, Richter Frank Engelhard und Bernd Römer im persönlichen Gespräch näher bringen zu lassen.
Ein weiterer Höhepunkt war die Aufzeichnung eines Falles, den sich die Auszubildenden zuvor selbst ausdenken durften. Da sie durch den Differenzierungskurs über genügend Kenntnisse verfügten, schrieben sie kurzerhand ein zweiseitiges Drehbuch. Dabei teilten sie in Eigenregie sämtliche Rollen untereinander auf, spielten es kurz durch und gingen ans Werk. Der restliche Sendungsablauf, z. B. Regie-,
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Ton-, Bild und Lichtführung, mussten die Schülerinnen und Schüler weitgehend alleine regeln. Eine Kopie ihres Films wurde der Klasse mitgegeben.
Filmpool bei Köln hat speziell für Schulklassen das Programm "Medien und Recht" entwickelt, das innerhalb der letzten zwei Jahre bereits von über 200 Schulklassen in Anspruch genommen wurde. Barbara Salesch und Gisela Marx erhielten den deutschen Filmpreis 2002 in der Kategorie "Beste tägliche Sendung". Keine Frage, so Ambrosius, wurde die letztjährige Verleihung zu einem Highlight für Filmpool.
Sollte nun ein Leser Lust bekommen teilzunehmen, auch einmal den Schritt vor die Kamera zu wagen, ist der Weg nicht schwer. Etwas Nervosität gehört dazu, wenn einem bewusst wird, dass man nicht nur für eine Aufzeichnung vor der Kamera stehen wird, die später rund zwei Millionen Zuschauer zu sehen bekommen, sondern dass auch die Kollegen gespannt am Bildschirm hocken. Improvisationskünste sind jedoch hier wichtiger, als das Auswendiglernen des Drehbuches, so Dr. Pütz. Der abschließende Kommentar von den Auszubildenden nach einem spannenden Nachmittag: "Einfach selber ausprobieren oder wirklich was verpassen!"
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