Bericht der
Aachener Zeitung, 17. November 2001
Eschweiler Zeitung vom 17. November 2001

Bericht der Aachener Zeitung
Neue Freiheiten bei Organisation und Konzept
411 Schulen selbstständig
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Düsseldorf. 411 Schulen in Nordrhein-Westfalen wollen sich am bildungspolitischen Reformprojekt "Selbstständige Schule" beteiligen: 106 Grundschulen, 46 Hauptschulen, 26 Realschulen, 74 Gymnasien, 33 Gesamtschulen, 54 Sonderschulen, 70 Berufskollegs und einige wenig "sonstige" Schulen. Das teilte das Schulministerium gestern mit. In der Region machen diese Schulen mit: Martin-Luther-Schule, Aachen; Erich-Kästner-Schule, Eschweiler; Gerhart-Hauptmann-Schule, Alsdorf; Realschule, Herzogenrath-Kohlscheid; Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Alsdorf; Städtische Gesamtschule, Eschweiler; Gesamtschule, Herzogenrath und das Berufskolleg Eschweiler. |
Zu den neuen Freiheiten der Schulen im Projekt "Selbstständige Schule" gehören nach Angaben der Landesregierung neue Gestaltungsmöglichkeiten der Unterrichtsorganisation. |

Bericht der Eschweiler Zeitung
Kreis meldet zwei Eschweiler Schulen -
Wunschliste in Düsseldorf lang
Nur Gesamtschule will Weg in
mehr Selbstständigkeit wagen
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Eschweiler/Düsseldorf. Bewerbungsfrist abgelaufen, Wunschliste lang - so liest sich eine druckfrische Mitteilung der Landesregierung zum Modell "Selbstständige Schule" von gestern Mittag. 74 Schulträger haben 411 Einrichtungen gemeldet, die gerne als Modellschule mitmachen möchten. Maximal etwa 300 von denen werden nach Auskunft des Landes-Schulministeriums berücksichtigt. |
aus dem Kreis Aachen möglichst alle Schultypen vertreten sein würden und der Kreis als Modellregion teilnimmt. |
Lehrer wollen nicht vom Gängelband Mit Kooperation, Risikobereitschaft und Experimentierfreudigkeit scheint es in der Region nicht weit her zu sein. Gerade mal drei Schulträger - die Städte Alsdorf, Herzogenrath und Eschweiler - fanden Lehrerkollegien, die das Wagnis größerer Selbstständigkeit eingehen wollen. Nun hat zwar der Kreis Aachen mit der Eschweiler Erich-Kästner-Schule für Sprachbehinderte und dem Berufskolleg in Eschweiler weiteren Schülern der Indestadt die Option auf neue Strukturen offen gehalten - was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass alle anderen Eschweiler Schulleiter keine "Versuchskaninchen" sein möchten. Dabei geht´s hier gar nicht darum, bittere Pillen zu schlucken, sondern vom Gängelband loszukommen, mehr Entscheidungsfreiheiten zu genießen. Die Identifikation mit der eigenen Arbeit, der Klasse, der Schule noch zu steigern, wie Bildungsministerin Behler es ausdrückt. Und die hat Ziele definiert, die der SPD-Bildungspolitik vor Jahren noch völlig fremd schinen - praxisorientierte und pädagogisch fundierte. (Thomas Lammertz) |