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Kreis Aachen. Ob Flughafensicherung, Geldbote oder Securitykraft - die Einsatzgebiete der "Fachkräfte für Schutz und Sicherheit", die seit 2004 am Berufskolleg in Eschweiler unterrichtet werden, sind verschieden. Und ihre Verantwortung ist groß.
"Deshalb muss unsere Zielsetzung sein, die Berufsschüler auch zu rechtlich gebildeten Fachkräften auszubilden", betont Lehrer Harald Schumacher, der für den Bereich Technik verantwortlich ist. Aus diesem Grund soll demnächst ein praktizierender Rechtsanwalt in den Unterricht einbezogen werden. "Wir haben bei den zukünftigen Fachkräften mit der Einbindung eines ehemaligen Polizeihauptkommissars sehr gute Erfahrungen gemacht", erläutert Dr. Stefanus Fischer, Leiter der gewerblichen, technischen und hauswirtschaftlichen Abteilung am Kolleg.
Mit Beginn des Schuljahres 2008/09 wird das Angebot um einen ähnlichen Bildungsgang erweitert: Denn ab dem 15. August ist auch die "Servicekraft für Schutz und Sicherheit" ein anerkannter Lehrberuf. "Während es sich bei der Ausbildung zur Fachkraft um einen dreijährigen Bildungsgang handelt, dauert die Ausbildung zur Servicekraft lediglich zwei Jahre", erklärt Fischer. "Die Abbrecherquote bei dreijährigen Ausbildungsgängen liegt bei über 20 Prozent. Deshalb schreibt das Bundesbildungsgesetz inzwischen vor, auch zweijährige Ausbildungsgänge anzuerkennen", ergänzt Lehrer Martin Collet. Trotzdem sind die Anforderungen an die Auszubildenden hoch.
Dass der Bereich Security in der Öffentlichkeit nicht das beste Image genießt, ist den Verantwortlichen des Berufskollegs bewusst. Doch ein Umdenken habe bereits eingesetzt. "Immer häufiger wird über unsichere Zeiten geklagt. Der Bedarf an Sicherheit steigt", hat Collet festgestellt. Dabei werde von Seiten der Arbeitgeber auf die Qualität ihrer Mitarbeiter größter Wert gelegt. "Die Unternehmen und Firmen haben schließlich einen Ruf zu verlieren", macht Marion Haustein, die mit ihrem Kollegen Holger Diefenthal für den Fachbereich Wirtschaft zuständig ist, deutlich. Für sie birgt der neue Bildungsgang nicht zuletzt für Umschüler große Chancen: "Gerade für sie war eine dreijährige Ausbildungszeit häufig eine sehr hohe Hürde."
Ob der neue Bildungsgang am Berufskolleg in Eschweiler einen Schülerboom auslöst, bleibt abzuwarten. "Im Bereich der Fachkräfte verzeichnen wir kräftige Zuwächse. Unsere letzte Unterstufe zählte 35 Schüler. Die Tendenz geht also in Richtung Zweizügigkeit", sagt Fischer.
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