Bericht der
Eschweiler Nachrichten, 06. Juni 2001

Unicef-Ausstellung im Berufskolleg klärt über weltweiten Missstand auf
Unterschriften gegen Kleinwaffen

Yussef Farhat und Mariya Chabira zersägten zur Eröffnung der Unicef-Ausstellung "Stoppt Kleinwaffen in Kinderhänden" symbolisch ein Gewehr. Foto: Horst Schmidt

Eschweiler (hos). Mit dem symbolischen Zersägen eines Gewehres wurde gesstern im Berufskolleg an der August-Thyssen-Straße die Unicef-Ausstellung "Stoppt Kleinwaffen in Kinderhänden" eröffnet.

Die Ausstellung des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, die im April bereits in der Donnerbert-Kaserne zu sehen war, wendet sich gegen die enorme Verbreitung so genannter "Kleinwaffen" (Pistolen, Gewehre) und den Einsath von "Kindersoldaten". Rund 300.000 Kinder, so schätzt Unicef, werden weltweit zum Einsatz als Soldaten gezwungen.
Schon als Kind lernen viele den Umgang mit Waffen. Gewalt und Töten sind für diese Kinder Alltäglichkeit. Unicef möchte mit der Ausstellung, die auf Vermittlung

der Religionslehrerin Bettina Schütz vom Berufskolleg und der Unicef-Mitarbeiterin Traudel Pistor noch bis zum 15. Juni in Eschweiler zu sehen ist, über diesen gesellschaftlichen Missstand informieren und zu seiner Beseitigung beitragen. Es liegen Unterschriftenlisten aus, in denen die Bundesregierung dazu aufgefordert wird, die Produktion und den Handel von Kleinwaffen besser zu kontrollieren. Bei der demnächst anstehenden UN-Konferenz zum illegalen Handel mit Kleinwaffen soll die Bundesrepublik sich für ein internationales Abkommen einsetzen, um die weltweite Flut an Kleinwaffen einzudämmen. Schon kurz nach Eröffnung der Ausstellung trugen sich viele in diese Unterschriftenlisten ein. Denn: Waffen gehören nicht in die Hände von Kindern!