Bericht der
Eschweiler Zeitung
vom 15. und 18. März 2003

Unterschriften gegen Kinderhandel

Ausstellung im Berufskolleg macht das Problem bewusst



Foto: Andreas Röchter
Unicef-Mitarbeiterin Traudel Pistor (Mitte) eröffnete gestern mit Schülern und Lehrern
des Berufskollegs die Ausstellung "Kinder sind unverkäuflich".

Eschweiler. Unter dem Motto "Kinder sind unverkäuflich" startet die UNICEF-Gruppe in Eschweiler im Jubiläumsjahr 2003 - vor 50 Jahren wurde Unicef gegründet - eine Unterschriftenaktion gegen Kinderhandel. Zu diesem Thema wird auch eine Ausstellung am Montag, 17. März, um 11.30 Uhr im Foyer des Berufskollegs an der August-Thyssen-Str. eröffnet.

UNICEF geht davon aus, dass Menschenhändler durch das Geschäft mit Kindern tagtäglich Millionenumsätze verdienen. Immer mehr Kinder aus armen Familien fallen skrupellosen Schleppern in die Hände, die Opfer werden immer jünger. Nach Schätzungen von UNICEF wurden so im Jahr 2001 allein in Asien und Afrika mindestens 1,2 Millionen Kinder zu schwerer Arbeit oder Prostitution gezwungen. Lokale Vermittler und internationale Händlerringe verkaufen Mädchen und Jungen aus armen Familien.
UNICEF sorgt in Ländern wie Kambodscha, Laos, Moldawien und in Westafrika dafür, dass die Opfer der Kinderhändler eine erste Bleibe haben und gut betreut werden. Die Kinder können mit Hilfe von UNICEF zur

Schule gehen oder eine Berufsausbildung beginnen. UNICEF unterstützt außerdem in den Dörfern ehrenamtliche Komitees, die über den Kinderhandel aufklären. Außerdem fördert UNICEF die Ausarbeitung und Durchsetzung strengerer Gesetze und schult Polizei und Staatsanwälte, damit sie die Verbrechen der Kinderhändler aufklären und verfolgen können.
"Das schmutzige Geschäft mit Kindern muss ein Ende haben. Wir UNICEF-Mitarbeiter wollen deshalb auch hierzulande auf das Problem aufmerksam machen und werben um Untersützung für die UNICEF-Projekte", unterstreicht Traudel Pistor. Unterschriften können bei der UNICEF-Mitarbeiterin unter Tel: 02403/37322 angefordert werden.

Die Unterschriften werden der Bundesregierung übergeben, damit entsprechende Programme schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Aktion "Unverkäuflich" kann man auch mit einer Spende auf das UNICEF-Spendenkonto der Arbeitsgruppe Düren, Sparkasse Düren, Kontonummer 663005, Bankleitzahl 39550110, unterstützen.

"Kinder sind unverkäuflich"

Eschweiler Unicef-Gruppe beteilig sich an Unterschriften-Aktion

Eschweiler Unter dem Motto "Kinder sind unverkäuflich" beteiligt sich auch die Unicef-Gruppe Eschweiler an einer Unterschrifen-Aktion gegen Kinderhandel. Die dazugehörige Ausstellung eröffnete Unicef-Mitarbeiterin Traudel Pistor gestern im Foyer des Berufskollegs.
Nach Schätzungen von Unicef wurden im Jahr 2001 allein in Asien und Afrika mindestens 1,2 Millionen Kinder zu schwerer Arbeit und Prostitution gezwungen. "Das Risiko für Menschenhändler ist gering, denn in vielen Ländern ist die Strafverfolgung schwach", erklärte Traudel Pistor. Unicef sorgt in Ländern wie Kambodscha oder Laos sowie in Westafrika und Osteuropa dafür, dass die Opfer der Kinderhändler eine erste Bleibe haben und gut betreut werden. Den Kindern wird eine Schul- bzw. Berufsausbildung ermöglicht. Außerdem unterstützt Unicef in den Dörfern ehrenamtliche Komitees, die über den Kinderhandel aufklären.

Die Verbindung zwischen Traudel Pistor, einer von 8000 ehrenamtlichen Mitarbeiter(inne)n der Hilfsorganisation in Deutschland, und dem Berufskolleg kam auch durch das Engagement von Lehrerin Bettina Schütz zu Stande. Sie behandelt im Religions- und Politikunterricht mit ihren Schülern Themen wie Kinderhandel, Aids oder Afghanistan. "Kinder haben in unserer Gesellschaft leider keine Lobby", kritisiert die Pädagogin. "Engagierte Lehrer sind wichtig, um auch junge Menschen in Westeuropa auf das Problem des Kinderhandels aufmerksam zu machen", lobte die Unicef-Mitarbeiterin die Initiative der Schulleitung. "Das schmutzige Geschäft muss ein Ende haben", fordert sie. Die Unterschriftenlisten können bei Traudel Pistor unter Tel. 37322 angefordert werden. Nach Ende der Aktion werden sie der Bundesregierung übergeben, damit Gesetzesinitiativen gegen den Kinderhandel schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Ausstellung "Kinder sind unverkäuflich" ist bis zum 31. März im Foyer des Berufskollegs zu sehen. (ran)