Schulen ans Netz: Berufskolleg Eschweiler präsentierte
Telelearning auf der Bildungsmesse 2002 in Köln

Vom 19. bis 23. Februar war unter dem Motto "Schulen ans Netz: Klassen im Internet" auf der Bildungsmesse 2002 in Köln zu sehen, wie Lernen mit neuen Medien aussehen kann. "Wir wollen vor allem neue Impulse setzen für eine Qualifizierung von Lehrenden und Lernenden", sagte Ralf Münchow, Vorstand der Initiative "Schulen ans Netz e.V.", bei der Eröffnung der Sonderschau. Auf 600 Quadratmetern erwartete die Messebesucher ein viel-fältiges Programm mit Fachvorträgen, Diskussionen und Online-Workshops.
Mit dabei war auch das Berufskolleg Eschweiler, das über sein Projekt Telelearning im virtuellen Klassenraum informierte: Die Mittelstufen der Auszubildenden für den Beruf Kaufmann/-frau für Bürokommunikation werden in Eschweiler vierzehntägig an einem der beiden wöchentlichen Berufsschultage per Telelearning unterrichtet, d.h. die Schüler bleiben in ihren Ausbildungsbetrieben und erleben die

Schulstunde über das Internet in einem virtu-ellen Klassenzimmer. Der PC wird als ergänzendes Unterrichtsmedium eingesetzt. Auf diese Weise lernen die Auszubildenden den Umgang mit modernsten Kommunikationstechniken.
Auf nunmehr drei Jahre Erfahrung kann das Telelearning-Team unter der Leitung von Studiendirektor Erwin Frings am Berufskolleg Eschweiler zurückblicken. Mit der Anschaffung einer Lernplattform durch den Schulträger Kreis Aachen wurde die Projektidee konsequent weiterentwickelt. Obwohl die Teilnahme an der neuen Unterrichtsform freiwillig ist, sind nahezu alle Ausbildungsbetriebe dabei und ermöglichen ihren Auszubildenden eine optimale Vorbereitung auf berufliche Handlungssituationen. Zahlreiche Besucher nutzten auf der Bildungsmesse in Köln die Gelegenheit, sich von den Pädagogen individuell und kompetent über die gewonnenen Erfahrungen mit dem Projekt Telelearning informieren zu lassen.

Erwin Frings leitet den Unterricht im virtuellen
Klassenzimmer, Foto: Wolfgang Tscherner