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Eine Geschichtsstunde besonderer Art erlebten die Schülerinnen und Schüler im Berufskolleg Eschweiler bei der Eröffnung der Ausstellung "Zwangsarbeit im Kreis Aachen". Bürgermeis-ter Rudi Bertram und Oberstudiendirektor Reinhard Ernst brachten ihnen in bewegenden Worten das Schicksal der aus vielen Nationen stammenden Zwangsarbeiter näher. Allein in Eschweiler lebten zwischen 1940 und 1945 weit über tausend.
"In der 1. Kriegsphase gab es allein 3 Millionen Kriegsgefangene aus der Sowjetunion. Sie wurden extrem schlecht behandelt und starben millionenfach unter diesen Lebens- und Ar-beitsbedingungen. Auch ihr Schicksal ist in dieser Ausstellung dokumentiert", hebt der Schul-leiter in seiner Ansprache hervor.
Der Bürgermeister zeigt sich vom Kontakt mit einem ehemaligen Kriegsgefangenen aus Polen sehr berührt, der nach einem Bauernhof in Eschweiler suchte, auf dem er früher arbeiten mu-sste. Mit diesen und ähnlichen Recherchen beschäftigt sich speziell ein Mitarbeiter im Rathaus. Während des Rundgangs durch die Ausstellung sind viele Schüler sehr erstaunt dar-über, wie viele Kinder und Jugendliche ebenfalls als Zwangsarbeiter ihr Dasein fristen mussten.
Die Ausstellung basiert auf den Forschungsergebnissen des Instituts für Wirtschafts- und So-zialgeschichte der RWTH Aachen. Sei dem Frühjahr 2001 wird dort im Auftrag des Kreises Aachen die regionale und lokale Geschichte der Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg untersucht.
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