
Bericht der Eschweiler Nachrichten vom 13.05.2004, Udo Kals
Zweckverband Berufskolleg steht nichts mehr im Weg
Satzung liegt vor, Zustimmung nur noch Formalität.
Gemeinsamer Schulentwicklungsplan soll Synergieeffekte aufzeigen.
|
Kreis Aachen. Das nächste "Fusionskind" von Stadt und Kreis Aachen scheint in trockenen Tüchern: Nach langwierigen Verhandlungen liegt die Satzung für den "Schulverband in der Städteregion Aachen" jetzt vor. Wird am 25. mai die große Städteregion aus der Taufe gehoben, soll der Junior-partner für die Berufskollegs bis Anfang Juni von den Gremien abgesegnet werden. Dies gilt dem Vernehmen nach als reine Formalität, so dass dem Start am 1. September nichts mehr im Weg steht. |
Die Kreis-SPD, die im Vorfeld um den Bestand der Kreis-Kollegs und eine finanzielle Bevorteilung der Stadt fürchtete, zeigt sich zufrieden. Die Abstimmungsmodalitäten (s. unten) sicherten den Fortbestand der Kollegs, meint Fraktionschef Josef Stiel. Auch mit dem Passus, dass zunächst keine Eigentumsübertragung der Gebäude und Grundstücke auf den neuen Verband geplant ist, ist Stiel glücklich. Schließlich wolle er nicht, "dass der Kreis für die zum Teil maroden städtischen Gebäude zahlen muss". Stadt und Kreis bleiben also Eigentümer der Kollegs und somit für deren Instandhaltung zuständig. Der Sanierungsbedarf wird für die Stadt mit 4,7 Millionen Euro und für den Kreis mit 4,3 Millionen angegeben. |
![]() |
Oberstes Verbandsorgan ist die Verbandsversammlung, die mit jeweils 16 Mitgliedern aus Stadt und Kreis besetzt wird und mindestens einmal im Jahr tagt. Jeder Vertreter hat eine Stimme. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines personell kleineren Schulausschusses sehr wahrscheinlich. |
![]() |
Während normale Beschlüsse der Versammlung mit mehr als der Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen gefasst werden können, gibt es bei anderen Entscheidungen Abweichungen. |
