Land stellt Städteregion 12,8 Millionen Euro in Aussicht

Mit den Fördermitteln sollen die Berufskollegs und Förderschulen modernisiert werden. Schwerpunkt wird die „Digitalisierung“ sein.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat der Städteregion außerplanmäßig 12,8 Millionen Euro für die Schulen in ihrer Trägerschaft in Aussicht gestellt. Die Mittel gehören zum Investitionsprogramm „Gute Schule 2020“, mit dem die Landesregierung die Sanierung und die zeitgemäße technische Ausstattung von Schulen in den Jahren 2017 bis 2020 mit insgesamt zwei Milliarden Euro fördern will. Der Verteilungsplan sieht für die Städteregion eine Summe von jeweils 3,2 Millionen für vier Jahre vor.

Berufskolleg
Die Mies-van-der-Rohe-Schule in Aachen ist eines von neun städteregionalen Berufskollegs, das von den Mitteln des NRW-Förderprogramms profitieren könnte. Foto: Michael Grobusch

„Das Land hat angekündigt, dass es eine 100-prozentige Förderung und eine schnelle und unkomplizierte Abrufbarkeit geben soll“, berichtet Gregor Jansen. Bei der Verbesserung der Ausstattung sollen die Digitalisierung und der Ausbau einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur Priorität genießen. „Diesbezüglich sind wir in Gesprächen mit der Regio IT“, erklärt der städteregionale Schuldezernent. Die Städteregion ist Trägerin von neun Berufskollegs an zehn Standorten sowie von sieben Förderschulen.

Einen Bericht über den Stand der Digitalisierung an den Berufskollegs hatten – unabhängig von dem NRW-Förderprogramm – die Fraktionen von CDU und Grünen zuletzt mehrfach gefordert. Allerdings ist das Thema im Schulausschuss jetzt erneut vertagt worden, nachdem die Verwaltung darauf hingewiesen hatte, dass es noch Abstimmungsbedarf gebe.

So findet unter anderem am morgigen Donnerstag ein Gespräch mit den Schulleitern statt. Außerdem ist die Verwaltung laut Jansen noch im Austausch mit dem Euregionalen Medienzentrum. Ihre Einschätzung zur Lage an den Berufskollegs will die Verwaltung, unterstützt von einem Fachmann der Regio IT, nun in der ersten Sitzung des Schulausschusses im neuen Jahr abgeben, die für den 9. März terminiert ist. Dann wird wahrscheinlich auch eine Prioritätenliste für die Verwendung der Landesmittel vorgelegt. Dabei können auch bereits geplante, aber noch nicht umgesetzte Projekte berücksichtigt werden – eine Option, die angesichts der weiterhin angespannten Finanzlage und mit Blick auf den noch aufzustellenden Haushalt 2017 von besonderem Interesse sein könnte.

Positive Reaktionen

Erste Reaktionen aus der städteregionalen Politik fallen derweil positiv aus. „Das ist ein ganz wichtiges Projekt der Landesregierung“ stellt René Maaßen für die SPD-Fraktion fest. Das sieht auch Wolfgang Königs (CDU) grundsätzlich so. Allerdings mit einer Einschränkung: „Die Förderschulen und Berufskollegs in der Städteregion sind in einem sehr guten Zustand. Das kann man für die Zukunft natürlich nicht mit einer einmaligen Aktion sicherstellen. Wir brauchen vielmehr eine verlässliche mittelfristige Planung, um diesen Zustand beibehalten zu können.“

Quelle: Eschweiler Zeitung vom 16. November 2016