Zehn Schüler hospitieren für eine Woche am Berufskolleg

Die Jugendlichen der Willi-Fährmann-Schule erhalten einen Einblick in eine andere Welt und äußern sich positiv über die Erfahrung

Zahlreiche ungewohnte Eindrücke prasselten auf sie ein. Neue Mitschüler, neue Lehrer, neue Schulfächer und gleich mehrere Schulgebäude, die aufgrund ihrer Größe im wahrsten Sinne des Wortes eine gute Orientierung verlangen. Eine Woche lang hospitierten mit Dana Leistner, Kimberley Paschelke, David Fischermann, Yannik Keller, Randi Lusena, Ivan Ristic, Joel Gebauer, Kevin Rossmann, Arjanti Ahmeti und Maximilian Rust Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgangsstufe der Willi-Fährmann-Schule im Rahmen einer Orientierungswoche am Berufskolleg Eschweiler. Sie erhielten dabei einen Überblick über die Abläufe an einer der größten Schulen der Städteregion Aachen und nahmen nicht zuletzt am Unterricht in den Bereichen Gesundheit, Technik und Wirtschaft teil.

Berufsorientierungstage
Nach einer erfolgreichen Woche am Berufskolleg präsentieren die Schüler der Willi-Fährmann-Schule ihre Zertifikate. Foto: Andreas Röchter

Zum Abschluss der ereignisreichen Tage erhielten die Jugendlichen nun ihre erarbeiteten Zertifikate aus den Händen von Berufskollegleiter Thomas Gurdon.

Fünf Tage lang waren die Schüler der Willi-Fährmann-Schule, Förderschule im Verbund mit den Schwerpunkten „Lernen“ sowie „Emotionale und Soziale Entwicklung“, ein Teil des Berufskollegs Eschweiler. Doch das Projekt „Orientierungswoche“ hatte bereits vor Weihnachten mit einer schriftlichen Bewerbung begonnen und setzte sich anschließend mit einem Vorstellungsgespräch fort. In der zurückliegenden Woche standen dann Projektleiterin Elke Schanze, Schulsozialarbeiterin Moni Stephan sowie die Fachlehrer Harry Liedtke, Nicole Jamrosy, Hans Werths (Technik), Karin Stenz, Elisabeth Neukamp (Gesundheitswesen), Oliver Volland (Wirtschaft) und Jörn Stermann-Sinsilewski (Ernährung) vom BKE sowie die beiden Klassenlehrer Anja Thelen und Jan Schrödter den „Willi-Fährmännern“ zur Seite. Offensichtlich mit Erfolg, denn die Schüler nahmen nicht nur mit berechtigtem Stolz ihre Zertifikate entgegen, sondern äußerten sich rückblickend sehr positiv über die vergangenen Tage. „Der Ablauf hier unterscheidet sich schon deutlich von einem Schultag an der Willi-Fährmann-Schule. Deshalb war es gut, hier erste Erfahrungen gemacht zu haben. Von den Schülern des Berufskollegs sind wir gut aufgenommen worden, im Unterricht haben die Lehrer den Stoff gut und verständlich erklärt“, blickte Yannik Keller zurück. David Fischermann zeigte sich überrascht, dass die Orientierungswoche während eines Klausur-Zyklusses stattfand und er so in den „Genuss“ einer Mathematik-Arbeit kam, die übrigens ein durchaus vielversprechendes Ergebnis brachte.

„Ihr dürft nicht vergessen, dass die Schüler, die das Berufskolleg bereits besuchen, euch gegenüber natürlich einen Vorsprung haben“, sprach Projektleiterin Elke Schanze den Schülern Mut zu. Einige von diesen könnte die Berufskolleglehrerin im nächsten Schuljahr wiedersehen. So vielleicht auch Kimberley Paschelke, die betonte, dass die Orientierungswoche durchaus komplizierte Momente gehabt, insgesamt aber sehr viel Spaß gemacht habe. „Ich kann mir durchaus vorstellen, hier weiterzumachen!“, so ihr Ausblick.

Den Schülern, die dies vorhaben, legte Elke Schanze den 4. Februar an die Herzen. An diesem Samstag findet von 9 Uhr bis 13 Uhr der Informations- und Anmeldetag am Berufskolleg Eschweiler statt.

Quelle: Eschweiler Zeitung vom 24. Januar 2017