Fünf Nationen friedlich vereint

„Hier wird Vielfalt gelebt“. Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Rudi Bertram die jungen Menschen, die im Ratssaal Platz genommen hatten.

Jugendliche aus Bulgarien, Spanien, Polen und der Türkei sowie Schüler des Eschweiler Berufskollegs lauschten der Begrüßung von Bertram. Die Vertreter der fünf Nationen nehmen derzeit am sogenannten Comenius-Projekt teil. Das von der EU finanzierte Projekte soll junge Menschen aus verschiedenen Staaten zusammenbringen. Dabei werden Themen wie „Arbeitsmobilität“ und „Sozialer Zusammenhalt“ intensiv diskutiert.

Comenius-Projekt
Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Vertreter aus der Verwaltung suchten den gemeinsamen Austausch im Eschweiler Rathaus.


Melanie Sawizki und Sarah Claßen sind Lehrerinnen am Berufskolleg und haben bereits mit einigen ihrer Schülerinnen und Schüler die Projektteilnehmer aus Bulgarien, der Türkei und Polen besucht. „Nun kommen die anderen zu uns nach Eschweiler, um unser Land kennenzulernen. Im Juni geht zum Abschluss unsere Reise nach Spanien“, berichtet Melanie Sawizki.

In mehreren Filmen und kleinen Einspielern bekamen die jungen Austauschschüler Projekte vorgestellt, in denen Migration und Wirtschaft sowie die städtebauliche Entwicklung eine entscheidende Rolle spielen. So wurde beispielsweise das Projekt „SUN“ von den Verantwortlichen präsentiert. „SUN“ ist die Abkürzung für „Sustainable Urban Neighbourhoods“. Hierbei geht es um ältere Stadtviertel, die nachhaltig erneuert werden, den Bedürfnissen der Bewohner angepasst und attraktiv für Gewerbetreibende sind. Oftmals leben in diesen Vierteln Migranten, die am Entwicklungsprozess beteiligt werden sollen.

Eschweiler ist neben Heerlen, Eupen oder Genk eine der Städte, die an dem Projekt beteiligt waren und von der Entwicklung profitieren konnten. Als positives Beispiel wurde in der Präsentation die Umgestaltung des Viertels Innenstadt-Ost genannt. Die Austausch-Schüler hatten im Anschluss die Möglichkeit, konkrete Fragen zu stellen. Neben dem Abstecher nach Eschweiler besuchten die Jugendliche auch die RWTH Aachen, den Tagebau Inden und die Altstadt von Maastricht.

Quelle: Super Sonntag vom 22. März 2015