Schokostreusel und Dekoherzen

Flüchtlingskinder backen im Berufskolleg und haben viel spaß dabei

Am vergangenen Dienstagmorgen konnten Flüchtlingskinder aus der Unterkunft der Sporthalle des Berufskollegs Eschweiler das tun, was viele Kinder in der Vorweihnachtszeit sehr gerne tun und was allen Kindern auch möglich sein sollte: Kekse backen, malen und einfach mal nur Kind sein.

Flüchtlingskinder
Hatten gemeinsam viel Spaß beim Backen: Flüchtlingskinder aus der Unterkunft der Sporthalle des Berufskollegs Eschweiler, Schüler des Berufskollegs und Lehrerin Catrin Göddertz.

Plätzchen ausstechen

Unter Leitung von Lehrerin Catrin Göddertz kamen zehn Kinder zusammen, um in den Räumen des Berufskollegs Kekse zu backen. Göddertz hatte den Teig für die Buttermürbeteig Kekse schon vorbereitet.

„Das gibt sonst eine riesige Sauerei, wenn zehn Kinder jetzt auch noch Teig zubereiten“, erklärte die Lehrerin lachend. Bevor es für die Kleinen jedoch ans Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen ging, wurden alle mit Schürzen und Kopfbedeckungen ausgestattet. Wie es sich für kleine Bäcker eben gehört.

Ehrenamtliches Engagement

Seit Mitte Oktober dieses Jahres sind in der Sporthalle des Berufskollegs bis zu 150 Flüchtlinge untergebracht. Seitdem engagieren sich auch viele Schüler des Berufskollegs ehrenamtlich für die Menschen dort.

Wichtige Bezugspersonen

Für die Kinder sind sie längst zu wichtigen Bezugspersonen geworden, da sie mit ihnen spielen, sie unterstützen und übersetzen können. Auch beim Backen waren drei Schüler des Berufskollegs dabei, die für diese Zeit extra unterrichtsfrei bekommen hatten.

Schon bald wurden kleine Tannenbäume, Sternschnuppen und Herzen ausgestochen und auf die Backbleche gelegt. Ganz wichtig war den Kindern das Verzieren der Kekse: Mit Schokoladenstreuseln, Dekor-Konfetti und -Herzen wurde alle Kekse in genauster Kleinarbeit liebevoll dekoriert.

Bleche im Ofen verschwunden

Als alle Bleche im Ofen verschwunden waren, musste natürlich noch aufgeräumt werden. Auch hier zeigten sich die Kleinen von ihrer besten Seite und halfen fleißig. Danach blieb sogar noch Zeit, um mit dem Smartphone einer ehrenamtlichen Schülerin ein paar Selfies zu schießen.

Quelle: Eschweiler Zeitung vom 11. Dezember 2015