Tatort Internet: Schüler durch Cybermobbing am digitalen Pranger

32 Prozent der deutschen Schüler sind laut Studien bereits mit Cybermobbing in Kontakt gekommen. Auch in Eschweiler ist das Problem bekannt. Die Täter handeln oft unüberlegt. Opfer können sich nur mit einem helfen: Reden.

Oft braucht man nur ein wenig anders zu sein: anders sprechen, andere Klamotten tragen, eine andere Herkunft haben. „Jeder kann zum Opfer von Cybermobbing werden“, sagt Peter Arz. Der zuständige Aachener Kriminalhauptkommissar beschäftigt sich als Sachbearbeiter mit der Prävention von Internetkriminalität. Doch was genau ist Cybermobbing? Wer andere mit digitalen Kommunikationsmitteln absichtlich beleidigt, bloßstellt, belästigt oder gar bedroht, wird zum Cybermobber. Beteiligt sind dabei in der Regel mehrere Täter, die ein Opfer gemeinsam über einen längeren Zeitraum angreifen.

„Mit dem Begriff muss man natürlich vorsichtig sein. Besonders von den Schülern wird er inflationär benutzt“, mahnt Arz. Nicht jede böse E-Mail sei gleich Cybermobbing. Das bestätigt auch Monika Stephan, Schulsozialarbeiterin am Berufskolleg Eschweiler. Seit 17 Jahren befasst sie sich an der Berufsschule unter anderem mit Fällen von Cybermobbing. „Rollenkonflikte und Streitigkeiten sind ganz normal”, erklärt sie. Nichtsdestotrotz gäbe es natürlich Grenzen: Cybermobbing sei ein reales Problem.

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