Telelearning am

Berufskolleg Eschweiler

 

 

Unser Schulversuch "TeleLearning"

Am Berufskolleg Eschweiler werden ab dem Schuljahr 1998/99 die beiden Mittelstufenklassen der "Kaufleute für Bürokommunikation" vierzehntägig an einem ihrer beiden Berufsschultage per TeleLearning unterrichtet. Dabei wird der PC zunächst für Übungsphasen im Rahmen einer selbständigen Vertiefung der gemeinsam erarbeiteten Unterrichtsinhalte als ergänzendes und auch alternatives Medium zum Einsatz gebracht.

Für die Teilnahme am beruflichen und gesellschaftlichen Leben im Informationszeitalter ist die Fähigkeit zur Kommunikation und zur Nutzung moderner Kommunikationstechnologien von überragender Bedeutung. Das Ausmaß der kommunikativen Kompetenz wird wesentlich von der Kompetenz mitbestimmt, sowohl "alte" als auch "neue" Medien sachgerecht, zielorientiert, selbständig und verantwortungsbewußt zu nutzen. Neue Lernchancen eröffnen Multimedia und Internet v.a. durch die umfassende Verfügbarkeit der Informationen.

Durch TeleLearning erfährt der Auszubildende "Learning by doing" mit all seinen positiven und negativen Konsequenzen. Im Rahmen von Videokonferenzen und Application-sharing läßt sich die sonstige Mitarbeit der Auszubildenden zudem sehr genau bewerten, da diese Leistungen selbständig erbracht werden.

Die Richtlinien für den Bildungsgang "Kaufmann/frau für Bürokommunikation" sehen die Aufgabengebiete Bürokommunikation, Textformulierung und -gestaltung, bereichsbezogenes Personal- und Rechnungswesen sowie die Sachbearbeitung vor. Darüber hinaus werden die Auszubildenden befähigt, sich auf neue Arbeitsstrukturen, Organisationsmethoden sowie Informations- und Kommunikationstechniken flexibel einzustellen und an ihrer Gestaltung mitwirken zu können.

Die Schüler werden durch die Aufgabenstellungen und Situationsbeschreibungen an Probleme herangeführt, die sie innerhalb einer gestellten Frist eigenverantwortlich lösen müssen. Dies setzt den Einsatz der neuen Techniken in den Ausbildungsbetrieben voraus, um sich die erforderlichen Inhalte (Informationen, Gesetze usw.) zu beschaffen. Der TeleLearning-Tag dient dann dazu, die Ergebnisse in geeigneter Art und Weise zu präsentieren und die Beherrschung der eingesetzten Programme unter Beweis zu stellen. Darüber hinaus werden Kompetenzen (Sprachhandlungskompetenz, Medienkompetenz, Selbstgesteuertes Lernen usw.) gezeigt, die in der Klassensituation nur im Einzelfall überprüft werden können.

Während des TeleLearning-Tages sind alle beteiligten Kollegen für die Schüler mit Hilfe von Fax, File-Transfer, Videokonferenzen, E-Mail und Application-sharing) erreichbar.

Im Mittelpunkt stehen verschiedene Unterrichtsinhalte aus den Fächern Deutsch/Textverarbeitung, Betriebs-wirtschaftslehre/Rechnungswesen sowie Bürowirtschaft/Wirtschaftsinformatik.

Zum Beispiel wurden die Themen Beschaffung, Kaufvertrag und Kaufvertragsstörungen, Personalplanung, Personalauswahl und Personalbeurteilung bearbeitet. Dabei lernten die Schüler die Regeln des kaufmännischen Schriftverkehrs, den Umgang mit der aktuellen Software (Textbausteine und Serienbriefe) sowie mit den o.g. Kommunikationstechniken.

Räumlicher Schwerpunkt des TeleLearning-Einsatzes ist der betriebliche Arbeitsplatz. So können die Ausbildungsbetriebe an den Erfahrungen bestmöglich partizipieren und in den Prozess eingebunden werden.

Unterstützung findet das Projekt von der IHK, vom Arbeitsamt, vom Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie vom Schulträger.

In der Nacht vom 5.12.1998 auf den 6.12.1998 erhielten wir sogar Gelegenheit, unser Telelearning im Rahmen der WDR-Computer-Club-Nacht live im Fernsehen einem Millionenpublikum vorzustellen. Nähere Informationen hierzu erhält man unter der Seite www.igebp.de/ccnacht. Auch die lokale Presse berichtete ausführlich über unser Projekt und unseren Fernsehauftritt (Eschweiler Nachrichten v. 23.12.1998 und 24.12.1998, Eschweiler Zeitung v. 24.12.1998, Super Mittwoch v. 30.12.1998)