An zwei Tagen lernt der Roboter laufen

Schüler am Berufskolleg nutzen Projekt, um Erlerntes in die Praxis umzusetzen. Spaß an der Arbeit steht im Vordergrund.

„Müssen wir in die Pause oder können wir durcharbeiten?“ Eine zugegebenermaßen eher selten gestellte Frage, die Michael Joußen, Lehrer am Berufskolleg in Eschweiler, von seinen Schülern vernahm. Diese konnten im Rahmen von zwei Projekttagen am Donnerstag und Freitag nun auch in der Praxis unter Beweis stellen, was sie bisher gelernt hatten.

Weiterlesen

Toleranz bestimmt Treffen in Straßburg

Partnerschüler aus Eschweiler, Pskov und Albert kommen zu Seminar an der Europäischen Akademie zusammen

Wer auf der Internetseite des Berufskollegs Eschweiler unter der Rubrik „Internationales“ nachsieht, wird feststellen, dass schon seit 2001 Seminare an der Europäischen Akademie Otzenhausen mit Partnern unterschiedlicher Nationen durchgeführt werden. Jetzt fand das Seminar „Europas Seele ist die Toleranz“ statt - zusammen mit Schülern und Studenten der Staatlichen Pskover Universität, dem Lycée Lamarck aus Albert und der WHW14A – einer Unterstufe der Höheren Handelsschule am Berufskolleg Eschweiler. Die Kontakte nach Pskov bestehen mittlerweile seit neun Jahren, während die Schulpartnerschaft mit Albert schon 1996 ins Leben gerufen wurde.

Weiterlesen

Neu verpackt in die Mülltonne

Lebensmittel bekommen nicht die Wertschätzung, die sie verdienen, weiß die AWA. Die Abfallberater wollen deshalb mit einer Ausstellung sensibilisieren.

Aachen. Die Farben rot und weiß, die eine Sparkasse normalerweise dominieren, werden von großen orange-grünen Aufstellern gebrochen. Eine ebenso bunte Gruppe des Berufskollegs Eschweiler betritt das Foyer und schaut erstaunt auf die ersten Fakten, die das Banner im Eingangsbereich d em Besucher vor Augen führt. Wir als Verbraucher verschwenden 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel im Jahr, jeder einzelne im Wert einer halben Playstation 4, genauer gesagt 236 Euro. Ein Raunen geht durch die Gruppe. Christina, 23, sagt: „Nee das glaub‘ ich nicht!“ Pro Kopf sind das 82 Kilo, Kartoffelschalen miteingerechnet. Abfallberaterin Heike Stiller jedoch ergänzt: „50 bis 55 Kilo davon sind vermeidbar. Das Fassungsvermögen einer Biotonne veranschaulicht unsere Verschwendung.“ Als die Schüler die Tonnen sehen, kommt die Erkenntnis: „Ah doch. Das kann ich mir schon vorstellen“, sagt der 16-jährige Stefan.

Weiterlesen

Ob Moskau oder Wackersdorf: Der Doppel-Doktor weiß, was schmeckt. Schönheitsideal hin oder her.

Na, schmeckt‘s? Es schmeckt. Und wie! Kaum einer, der sich nicht einen zweiten Teller der duftenden Gemüsesuppe holt, die Bürgermeister Rudi Bertram, AWA-Chef Ulrich Koch und Sparkassen-Filialleiter Lothar Müller da auf der Marienstraße zum Nulltarif ausschenken. Gekocht hat sie Wam Kat. Der 58-jährige Limburger mit Wohnsitz bei Potsdam, Sohn eines Bildhauers, hat Kult-Charakter. Er war mit Greenpeace auf der legendären „Rainbow Warrior“ unterwegs, schmuggelte 20 Tonnen Saatgut ins umzingelte Sarajewo, bekochte 8000 Leute beim G8-Gipfel in Moskau mit „Wegwerf-Gemüse“, versorgte 15 000 Demonstranten am Atomkraftwerk Dodewaard wochenlang gratis mit biologisch-dynamischem Essen, schwang in Wackersdorf die Suppenkelle und schloss zudem ein Psychologie- und ein Soziologiestudium jeweils mit dem Doktortitel ab. Seit dem Morgen hat Pieter Jan Hendrik Fredrik „Wam“ Kat im Zelt vor der Sparkasse, unterstützt von Schülern des Berufskollegs, Gemüse geschnippelt. Gemüse aus regionalem Anbau, das zu krumm, zu schrumpelig oder einfach zu groß war für eine Vermarktung. Gemüse, das tonnenweise in der Müllverbrennungsanlage landet. Bundesweit landen jährlich 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, obwohl der überwiegende Teil noch genießbar ist. Wie das Brot vom Vortag, das eine Bäckerei für die Aktion spendete.

Weiterlesen

Krummes Gemüse kommt in den Topf

Eine etwas andere Kochaktion an der Marienstraße heute ab 11.30 Uhr

6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jährlich in Haushalten in der Bundesrepublik Deutschland weggeworfen, obwohl der überwiegende Anteil noch genießbar ist. Mit diesen erschütternden Fakten ging 2012 das Bundesministerium an die Öffentlichkeit. Auch zwei Jahre später ist Lebensmittelverschwendung immer noch ein brisantes Thema, das über die Grenzen Deutschlands, ja sogar Europas, hinausgeht. Grund genug für die Europäische Union, die Lebensmittelverschwendung zu einem Schwerpunktthema 2014 zu erheben.

Weiterlesen